´s weihnächtat

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En dr Kendermedda

A schtilla Ruah leit auf ’m schpäta Nommada,
dämmrig schweabt dur d’ Kurcha ’s Wenterliacht,
d’ Kenderauga aber schtrahlat, it zom sa,
a Fonkla wondersam en eahna Oschuld fliacht.

Henderm Chrischbaum watat scha a kloiner Hiat,
beim Krippagschpiel verzählt er vomma Schteara,
vuar Herbergssuach bei kähla, groba Wiat,
was soll bloß aus Marias Hoffnung weara?

Scha z’ Beathlehem isch ’s gweah wia überall,
dia wo nix hand, sind neana geara gseah,
als Onderschlupf haut ’s eahna doa a Schtall,
dr Joseph isch vool Sorg om sei Famlla gweah.

Auf d’ Kendermedda sinkt dia heilig Nacht,
doch en dr Kurcha leichtat ’s, it zom glauba,
es kreist a Gaushaut auf da Buggl sacht,
noh heller als wia d’ Keezla glitzgat d’ Auga.

’s Flötagschpiel setzt ei ergriffa, samft und leis,
zarta Schtimmla hauchat ’s Liad vuar schtilla Nacht,
sie singat ahdächtig und feierlich dia schtoialt Weis,
dr Weihnächtszauber isch froah en da Kend verwacht.

Schenkat uira Kend des Schtauna vu deam Aubad,
gend na Päckla, aber land sa frei dia Gschicht au heara,
dass ans Chrischkend und da wauhra Sinn sa glaubat,
des Kendergfiehl weat eahna Heaz für allat gheara.

En seller Nacht

Erzählt in Anlehnung an das Evangelium nach Lukas (Lk 2, 1-20)

Dr Aubad sinkt gschtätla auf ’s judäisch Land und er bringt sein Bruader mit, da Dämmer. ’s Liacht gaut zuar Ruah, duschtrig weat ’s, em Esl seina Schritt sind schwer. Dr Grau aber lupft overdrossa seina feschta Huaf und setzt oin Fuaß vor da andra. Mit seim Riassl luagat er hea wia a Kend, wo Mll aus ma Hafa dronka haut, doch en Wauhrat blaugat ’n dr Duuscht. Eahn blangat ’s nauch ma Schtall mit rer voola Raufa und nauch rer Herberg mit ma Nachtessa für seina Leit, doch z’ Beathlehem isch neana koi Liegerschtatt it z’ fenda und sie miaßat scha zfrieda sei, amma Bronna Wasser schöpfa z’ kenna. Au dr spärlich Proviant gaut zuar Neig.
Agschla, wia sa sind, hand sa da ganza Da über für allerhand scheana Ausblick koina Auga meah ghett. Zruck auf ’s schtoialt Jerusalem häbba gseah und ganz nom bis zom Doadta Meer. Sie aber sind scha däglang auf da Fiaß und d’ Schtrapaza hand diafa Schpura henderlauh. Judäa isch a Bergland. En oim Dromm fiahrat d’ Eslpfad gäh auf und a. D’ Weag sind schtoinig, d’ Landschafta karg und dia dreia vermiadad. Heagnomma haut sa dr lang Fuaßweag und allbot miaßat sa gruaba.
Dr Esl nemmts mit Gleichmuat. Was sei muaß, des muaß sei, seina Fiaß sind weita Weag gradso gwoahnat wia sei Buggl schwera Laschta und seina schmala Huaf gend eahm a Hebsa. Er haut gleanat, ’s Leaba zom nemma wia ’s kommt. Seina Leit aber vermiegat schier nomma ’s Gauh und glei hender Beathlehem […]

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